Vorteile vom Familienbett & unser schleichender Weg dahin

co-sleeping, Familienbett, ElternbettQuelle: pixabay.com

Zu Beginn habe ich mir kaum Gedanken gemacht wo und wie Emil schlafen wird. Ich bin da etwas naiv an die Sache herangegangen. Wir hatten ein Beistellbett besorgt und waren der festen Überzeugung, dass er dann auch darin schlafen wird. Der Begriff Familienbett war mir durchaus ein Begriff, Vorteile vom Familienbett kannte ich bis dato nicht. Für mich war das Beistellbett in der Theorie eine gute Lösung. Ich kann in meinem Bett schlafen und mein kleiner Mann liegt direkt neben dran.

Grundsätzlich denke ich, dass jede Familie hier ihren eigenen, persönlichen und individuellen Weg finden muss. Jeder Mensch ist anders, jedes Kind ist anders. Der Eine sucht viel Nähe, der Nächste möchte lieber Platz und Abstand. Zu dem Thema Co-sleeping, Elternbett und Familienbett gibt es bereits unzählige Berichte über Vor- und Nachteile, etliche Studien und viele hilfreiche und sinnvolle Tipps.

Unabhängig davon waren für mich die positiven Vorteile vom Familienbett irgendwann offensichtlich. Ich kann meinen kleinen Mann verstehen und habe auch die Vorteile des Familienbetts zu schätzen gelernt. Ich möchte an dieser Stelle daher nicht über das Familienbett aufklären (denn darüber wurden bereits viele tolle Beiträge auf anderen Seiten geschrieben) sondern vielmehr meine persönlichen Erfahrungen teilen und über unseren Weg berichten:

1. Der natürliche, intuitive Weg – Vorteile vom Familienbett

Meine Eingangs beschriebene Vorstellung hat natürlich in der Realität nicht so funktioniert. Klein Emil mochte nämlich einfach nicht alleine schlafen (und im Schlafsack schon gar nicht, das kam erst etwas später). Und so kam es, dass er die ersten Wochen hauptsächlich irgendwie auf uns drauf oder neben uns geschlafen hat. Und ganz schleichend wurde dann daraus unser Familienbett. Das Beistellbett verkümmerte immer mehr zum Ablageplatz. Es eignete sich prima um Kaffee, Decken, Kissen und Spucktücher abzulegen. Ein extra großer Nachttisch :-)))

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Ein Blick zurück: ist es nicht ganz natürlich, dass die kleinen Knirpse die Nähe suchen? Neun Monate waren sie wohlbehütet in Mamas Bauch. Bestens versorgt, bei optimaler Temperatur, begleitet vom Herzschlag der Mama. Die Welt war gemütlich und in Ordnung und dann auf einmal sollen sie mit Abstand von Mama und Papa allein schlafen? Selbst ich und mein Mann schlafen nicht gern allein, warum also soll unser Kind dies dann gut finden?

2. Es hat (nicht nur) unsere Stillbeziehung gefördert

Wenn Emil Hunger hatte, konnte ich im liegen ganz bequem und gemütlich weiterstillen. Teilweise wurden wir dabei noch nicht mal richtig wach. Intuitiv habe ich gemerkt, wenn er Hunger bekam und zu suchen anfing. Häufig konnte ich morgens gar nicht mehr sagen, wie oft ich nachts gestillt habe.  Und klein Emil lernte, dass seine Bedürfnisse gehört und gestillt wurden, was wiederum zur Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung führt.

3. Unsere Nächte waren und sind (meistens) entspannt und wir dadurch auch.

Wahrscheinlich einer der Besten Vorteile vom Familienbett: nächtliches aufstehen und durchs Haus laufen kennen wir nicht. Wenn Emil Hunger hatte, war bzw. bin ich da. Wenn er wach wird, bin ich da. Manchmal reicht dann einmal Köpfchen streicheln und er schläft weiter. Weder zum Stillen, noch zum beruhigen mussten wir aufstehen. Auch unser Schlafrhythmus hat sich mit der Zeit immer mehr angeglichen.

Familienbett in den unterschiedlichsten Varianten

Weil eben nichts in Stein gemeißelt steht: Etwas unbequemer wurde das ganze als der kleine Mann dann schließlich größer wurde. Und damit auch beweglicher. Unser Bett ist nicht groß. Wir haben nur ein 1,60 m breites Bett. Ergo sah die Realität dann irgendwann so aus, dass ich gefühlt nur noch auf 30-40 cm geschlafen habe und der Rest von klein Emil in Beschlag genommen wurde. Und irgendwie musste eine Lösung her. Mein Mann dachte zu dem Zeitpunkt immer noch, dass wir ihn einfach in seinem Kinderzimmer in sein Bett legen werden. Meine Lösung war hingegen, sein Kinderbett neben unseres zu stellen. Ich nenne es auch die Balkonlösung 🙂

Jetzt steht also sein kleines Kinderbett neben unserem Bett. Und mittlerweile sind wir auch soweit das er die halbe Nacht in seinem Bett schläft…hin und wieder…nicht immer 😉 Spätestens wenn er wach wird oder einfach nur kuscheln möchte kommt er zu mir rüber gekrabbelt. Und so ist es für uns auch erst mal in Ordnung. Interessant wird es nochmal, wenn seine kleine Schwester da ist…

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