Achtung giftige Pflanzen! Diese Pflanzen solltest du im Familiengarten meiden.

Giftige Pflanzen für Kinder im Garten

Hochgiftige Pflanzen haben in einem kinderfreundlichen Garten nichts verloren. Allgemein sollten giftige Pflanzen im Familiengarten vermieden werden. Natürlich ist dies nicht immer möglich und auch Kinder müssen lernen, dass es giftige Pflanzen im Garten gibt und nicht alle Beeren oder Teile einer Pflanze gegessen werden können.

Bei meiner Recherche für kinderfreundliche Pflanzen im Garten bin ich auf viele giftige Pflanzen gestoßen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass alle Pflanzen um mich herrum giftig sind. Ich denke daher, dass das Thema giftige Pflanzen nicht dramatisiert, jedoch auch nicht unterschätzt werden sollte.

Pragmatisch betrachtet würde ich es so formulieren: Alles was ich möchte ist ein halbwegs kindersicherer Garten indem die ganze Familie entspannte Tage verbringen kann und da passen (hoch) giftige Pflanzen halt nicht rein. Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste!

Achtung giftige Pflanzen!

Aller Anfang ist schwer

Auch wir haben Fehler bei der Wahl unserer Pflanzen gemacht. Zum Beispiel haben wir Pflanzen nach dem Aussehen gewählt und leider erst hinterher festgestellt, dass sie giftig sind. Und das sogar am eigenen Leib erfahren. Nachdem ich bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad den roten Engelwurz eingepflanzt hatte wunderte ich mich am Abend über Ausschlag am Unterarm. Mittlerweile bin ich natürlich schlauer.

Damit euch dies nicht passiert, habe ich daher diese Liste mit giftigen Pflanzen zusammengeschrieben. Die Liste kann bei der Pflanzenauswahl für den eigenen Garten hilfreich sein oder auch um giftige Pflanzen im allgemeinen zu kennen. Denn wir können nicht allen giftigen Pflanzen aus dem Weg gehen.

Giftige Pflanzen können auch bei Nachbarn oder Verwandten wachsen. Zudem haben auch giftige Pflanzen ihre Daseinsberechtigung, nur halt nicht unbedingt im Familiengarten. Allerdings musste auch ich einsehen, dass es verdammt schwer bis fast unmöglich ist alle giftigen Pflanzen zu meiden und so hat sich auch bei uns die ein oder andere giftige Pflanze eingeschlichen.

Im Folgenden erfährst du daher auch, welche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden können und was getan werden muss, wenn es doch mal zu Vergiftungserscheinungen kommt.

Giftige Pflanzen (alphabetisch sortiert)

Insbesondere die fettmarkierten giftigen Pflanzen gelten als besonders gefährlich.

  • Alpenveilchen
  • Arnika
  • Azaleen
  • Blauer Eisenhut (in allen Teilen giftig, giftigstes Pflanze Europas)
  • Blauregen
  • Christrose, Lenzrose
  • Clematis
  • Efeu
  • Engelstrompete (Blätter und Samen giftig. Für Kinder gelten 15-20 Samen als tödliche Dosis)
  • Fingerhut
  • Geißblatt
  • Gelbe Narzisse
  • Gewöhnliche Schneebeere
  • Goldmohn
  • Goldregen (Schoten ähneln Erbsen und Bohnen, bereits 5-10 Samen können für Kinder tödlich wirken)

Giftige Pflanzen

  • Herbstzeitlose (alle Pflanzenteile giftig, Verwechslungsgefahr mit Bärlauch)
  • Krokus (Zwiebel giftig)
  • Lampionblume (Verwechslungsgefahr mit Physalis)
  • Lupine
  • Maiglöckchen (Verwechslungsgefahr mit Bärlauch)
  • Oleander
  • Osterglocke
  • Pfaffenhütchen
  • Rhododendron
  • Riesenbärenklau

Giftige Pflanzen im Familiengarten

  • Rittersporn
  • Rizinus (Blüten und bohnenartige Samen giftig, ein Samen kann bereits tödlich wirken)
  • Roter Engelwurz (Blätter lösen bei Wärme und Sonne allergische Hautreaktionen und -entzündungen aus)
  • Schattenglöckchen
  • Schlafmohn
  • Schneeball
  • Seidelbast (Ähnlichkeit mit Johannisbeere)
  • Stechapfel (Blätter und Samen giftig, wenige Gramm können bereits tödlich wirken)
  • Stechpalmen
  • Tollkirsche (alle Pflanzenteile giftig, vor allem die Beeren, die zudem noch interessant aussehen und gut schmecken sollen, 3-4 Beeren können bereits tödlich wirken)

Giftige Pflanzen im Garten

  • Tulpen
  • Vogelbeerbaum (Eberesche)

Häufig als Hecke verwendete giftige Pflanzen:

  • Buchsbaum
  • Eibe (alle Teile)

Giftige Heckenpflanzen

  • Ginster
  • Kirschlorbeer
  • Lebensbaum
  • Liguster
  • Rotbuche (die rohen Früchte (Bucheckern) sind leicht giftig)
  • Thuja

Gemüsepflanzen:

  • Kartoffel: im rohen Zustand und das grün (enthält Solanin)
  • Tomaten: Strunk, Stängel und grüne Teile enthalten Solanin. Ausnahme: es handelt sich um eine grünbleibende Sorte
  • Bohnen: im rohen Zustand
  • Zucchini, Kürbis und Gurke: wenn sie bitter schmecken. Betrifft häufig nur eigen angebautes. Gekauften Pflanzen wurden die Bitterstoffe weggezüchtet.
  • Rhabarber: enthält Oxalsäure, die sich beim Kochen reduziert.

Diese Liste ist nicht vollständig.  Daher empfehle ich euch sich bei Unsicherheiten bezüglich einer Pflanze genau zu informieren!

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Gesunder Menschenverstand und Pflanzenkunde über giftige Pflanzen für die Gartenknirpse

Auch wir haben giftige Pflanzen im Garten. Einige waren bereits vor klein Emil hier. Wieder andere wollten wir gerne haben, weil sie eine sehr schöne und schnelle Möglichkeit für Sichtschutz und begrünte Wände sind. Wie zum Beispiel das immergrüne Geißblatt. Sie gehören ebenso zur Natur wie alle anderen auch. Und auch klein Emil wird lernen, was essbar ist und was nicht.

Weiterhin ist auch nicht jede Pflanze gleich stark giftig und nicht immer sind alle Teile einer Pflanze giftig. Manchmal ist es nur das Blatt, die Blüte, die Frucht oder die Zwiebel, wieder andere Pflanzenteile sind nur im zerkauten Zustand giftig.  Zudem laden in erster Linie gerade die Beeren zum Essen ein.

Die Dosis macht bekanntlich das Gift. Ich denke mit etwas gesundem Menschenverstand und Pflanzenkunde für die kleinen Gartenknirpse kann das Risiko, das von weniger giftigen Pflanzen ausgeht, minimiert werden.

Ich habe zum Beispiel darauf geachtet Heidelbeeren nicht direkt neben Kirschlorbeer zu pflanzen. Die Früchte können von kleinen Kindern ggf. leicht verwechselt werden. Ähnlich wie Bärlauch und Maiglöckchen, oder Seidelbast mit der Johannisbeere.

Außerdem war es mir wichtig, dass giftige Pflanzen nicht in direkter Reichweite für Kinder gepflanzt werden und es sich um Pflanzen handelt, deren bloße Berührung nicht zu Hautreizungen führt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen können ergriffen werden?

  • (Hoch-)giftige Pflanzen sollten entfernt werden, wie zum Beispiel der Blaue Eisenhut –  immerhin die giftigste Pflanze in Europa!
  • Auf giftige Pflanzen mit Früchten (Beeren) verzichten.
  • Pflanzen entfernen, deren bloßer Kontakt bereits zu Hautreizungen führt.
  • Wenn nicht auf die Pflanze verzichtet werden kann/möchte:
    • Pflanzenkunde: Früh Kinder daran heranführen, dass nicht alles in den Mund genommen, probiert und gegessen werden kann und darf.
    • Pflanze außer Reichweite von Kindern pflanzen
    • Giftige nicht neben ähnliche ungiftige (essbare) Pflanzen setzen

Gerade bei den Heckenpflanzen ist es sicherlich nicht immer möglich ganz auf giftige Pflanzen zu verzichten. So ist zum Beispiel Kirschlorbeer aus vielen Gärten nicht mehr wegzudenken und auch wir haben ihn hinter dem Haus als Sichtschutz gepflanzt. Vorne haben wir eine Rotbuche. Sie war schon da, als wir das Haus gekauft haben. Aus diesem Grund darf sie auch bleiben. Wer eine ungiftige Heckenpflanze bevorzugt, für den wäre die heimische Hainbuche sicherlich interessant.

Wie kannst du eine Vergiftung erkennen?

Symptome sind nicht immer eindeutig, weshalb es schwer sein kann eine Vergiftung zu erkennen. Es können unter anderem folgende Symptome auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Hautrötungen, Schläfrigkeit bis Bewusstlosigkeit, Unruhe, trockener Mund, Speichelfluss.

Schnelle Hilfe für Kinder *

Was tun bei Vergiftungen?

  • Zunächst einmal gilt wie bei allen Notfällen: Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten!
  • Den Notruf 112 wählen oder direkt die Nummer des Giftnotrufs.
  • Kein Salzwasser und keine Milch geben. In manchen Fällen kann Milch die Aufnahme des Giftes im Darm beschleunigen.
  • In vielen Fällen ist die Gabe von Wasser sinnvoll (idealerweise erst nach Absprache mit den Helfern vom Notruf geben). Es verringert die schleimhautreizende Wirkung und verdünnt die Konzentration des Gifts im Magen.
  • Auch die Gabe von Aktivkohle (medizinische Kohle) wird empfohlen, da sie die ungefährlichste und schnellste Form der Entgiftung ist und zudem keine Risiken oder Nebenwirkungen beinhaltet.

 

Die Inhalte für diesen Beitrag habe ich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert.

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