6 Tipps für mehr Ordnung im Alltag

Ordnung im Wohnzimmer

Für viele ist Aufräumen nervig und belastend. Wobei „aufgeräumt oder ordentlich“ etwas sehr Individuelles sein kann. Irgendwie hat doch jeder sein ganz persönliches Verständnis von „ordentlich“ oder „aufgeräumt“. Was für mich noch akzeptabel ist, bezeichnet jemand anderes als pingelig und der nächste wiederum als Saustall.

Bei mir darf auf dem Tisch auch mal eine Zeitschrift liegen und ein Becher in der Küche stehen. Denn immerhin befinden wir uns nicht im Möbelhaus. Das Zuhause ist schließlich ein Ort an dem gelebt und gelacht wird! Und es darf auch gekleckert werden! Gibt schließlich nichts, was nicht wieder in Ordnung gebracht werden kann 🙂

Aber nun mal ehrlich: wohler fühlen wir uns, wenn es aufgeräumt und ein wenig ordentlich ist?! Mir geht es so. Dennoch möchte ich mich nicht zum Sklaven der Ordnung machen. Es muss praktikabel bleiben und im Alltag möglich sein. Denn gerade im Alltag und insbesondere mit Kind ist es natürlich nicht immer leicht eine gewisse Ordnung beizubehalten….manchmal sogar alles andere als leicht…

Mit einigen Tipps und Tricks ist es jedoch möglich leichter und nachhaltiger Ordnung in den Alltag zu bekommen:

1. Beende ordentlich den Tag

Wer kennt es nicht: der Tag war lang und abends ruft das Bett. Schnell bleibt dann das Wohnzimmer verwüstet und die Küche unaufgeräumt. Das dreckige Geschirr stapelt sich, der Mülleimer ist voll. Und am nächsten Morgen startet der Tag somit im Chaos und die Lust auf den Tag bleibt irgendwo im unteren Level hängen.

Das lässt sich ändern! Mache dir zur Regel abends alles auf- und wegzuräumen bevor du ins Bett gehst. Oftmals dauert es nur wenige Minuten. Es kostet nicht viel Zeit, ermöglicht jedoch einen sehr viel entspannteren Start in den nächsten Tag.

Im Wohnzimmer: Die Kuscheldecke zusammenlegen, die Kissen aufschütteln, den Couchtisch aufräumen und schon sieht es ordentlicher auf. Folgt dem noch die Spielecke und eventuell herumliegende Bücher steht auch einem spontanen Frühstücksbesuch am nächsten Morgen nichts mehr im Weg.

Spielregal, Kind, Montessori-inspiriert, Ordnung

 

In der Küche: Dreckiges Geschirr ist schnell in den Geschirrspüler geräumt. Wenn der Geschirrspüler voll ist, kann er angestellt werden bevor es ins Bett geht. Der Müll wurde tagsüber noch nicht rausgebracht? Dann kann auch das noch erledigt werden.

Auf dem Esstisch: Der Esstisch ist bei uns der Treffpunkt im Haus, hier landet die Post, Zeitschriften, Bücher, Spielzeug vom kleinen Mann usw. Schnell kommen eine Menge Gegenstände zusammen, die dort nicht unbedingt etwas verloren haben. Also auch hier einmal alles an seinen Platz räumen (setzt natürlich voraus, dass es einen festen Platz hat).

Kleinigkeiten erledigen wie z.B.: Kleidung im Bad und im Schlafzimmer wegräumen, sich stapelnde Schuhe im Flur wegräumen.

2. Starte ordentlich in den Tag

Dank der abendlichen Aufräumroutine kann der Tag relativ entspannt gestartet werden, denn in der Küche und im Wohn-/Esszimmer wartet kein Chaos.

Am besten gleich nach dem Aufstehen die Betten machen, das sorgt für einen frischen und ordentlichen Start in den Tag und verabschiedet die Nacht.

Nach dem Aufstehen und anziehen das Schlafzimmer und das Bad ordentlich durchlüften, damit die Feuchtigkeit hinaus und frische Luft hineinkommt.

In der Küche geht es sehr wahrscheinlich für viele zunächst weiter mit dem Frühstück. Anschließend (oder auch schon vorher) ist ein prima Zeitpunkt um den Geschirrspüler mit dem sauberen Geschirr auszuräumen. Gleich im Anschluss kann dann auch das dreckige Geschirr vom Frühstück in den Geschirrspüler geräumt werden.

3. Räume im Vorbeigehen auf

Der Regenschirm in der Küche oder die Turnschuhe im Wohnzimmer? Das muss nicht sein. Einfach beim nächsten Gang Richtung Flur den Regenschirm und die Schuhe mitnehmen. Herumliegende Gegenstände finden so schnell wieder an ihren Platz.

4. Erledige alles was weniger als zwei Minuten dauert sofort

Denn was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen bzw. später oder nachher! Bevor sich das dreckige Geschirr in der Küche stapelt, ist es leichter, dieses sofort in den Geschirrspüler zu stellen.

Auch eine Waschmaschine anstellen dauert nicht länger als zwei Minuten.

Essensreste oder Krümel auf dem Boden können schnell aufgenommen, weggefegt oder per Handstaubsauger* aufgesaugt werden: Emil hat schon früh angefangen alleine Stückiges zu essen. Vieles landet dabei natürlich nicht immer nur im Mund, sondern überall. Auf den Haaren, dem Hochstuhl, quer über dem Esstisch, auf dem Fußboden. Wer regelmäßig Essen unter den Socken hatte, weiß wie eklig das ist….daher lieber gleich weg damit 😉

Chaos nach dem Mittagessen

5. Räume Wäsche sofort weg und vermeide Wäscheberge

Warum Körbe mit Wäsche füllen, damit sie dann wiederum ewig herumstehen und die Wäsche darauf wartet gewaschen oder saubere Wäsche zusammengelegt zu werden? Lieber regelmäßig waschen als auf einmal vor einem riesigen Wäscheberg und sechs verschiedenen Waschladungen zu stehen.

Sobald die Wäsche auf dem Wäscheständer trocken ist, kann diese abgenommen und direkt zusammengelegt werden. Ich versuche bereits beim Aufhängen der nassen Wäsche die Socken paarweise aufzuhängen, dann geht auch das abnehmen und zusammenlegen schneller. Hemden hängen wir feucht auf einen Bügel und lassen sie auch auf einem Bügel hängen, bis sie gebügelt werden. Dies verhindert Knitterfalten. Bei uns bügelt mein Mann seine Sachen selber 🙂 ich finde bügeln furchtbar und kann es auch nicht wirklich gut…

6. Lass frische Luft hinein

Lüften ist nicht nur wichtig um ein gesundes Wohnklima zu schaffen und um Schimmel vorzubeugen. Lüften lässt frischen Sauerstoff und frische Energien ins Haus. Tolle Tipps und Tricks zum richtigen heizen und lüften findest du im Flyer der DENA.

Ohne aufräumen ins Bett? Bleibe entspannt!

Und wenn es mal nicht klappt? Dann bleibe entspannt und mache dich nicht zum Sklaven der Ordnung 😉 Nobody ist perfect!

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