Jahresrückblick 2020 – bewegend, außergewöhnlich & verrückt

Mein Jahresrückblick 2020
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Das Jahr 2020 war für mich ein sehr ereignisreiches und irgendwie verrücktes Jahr. Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, was alles passieren und ich erleben werde, so hätte ich es wohl nicht geglaubt. Und ich vermute, dass es so sehr vielen von euch auch so ging. Zum Glück wissen wir die Dinge nicht im Voraus und so bleibt uns nur der Jahresrückblick 2020.

Das Jahr 2020 ist ein Jahr, über das wir wohl alle noch viel reden und wahrscheinlich mindestens nochmal ebenso lang benötigen werden, um überhaupt begreifen zu können, was wirklich passiert ist. Vieles war für mich irgendwie unwirklich, nicht vorstellbar und dennoch ist es passiert. Aber darauf möchte ich in meinem Jahresrückblick 2020 gar nicht so tief eingehen. Denn trotz all der Geschehnisse, drehte sich das Leben ja auch irgendwie weiter. Es geht schließlich immer irgendwie weiter.

Der Januar startete emotional…

Für mich startete das Jahr recht emotional, nämlich im Januar mit dem ersten Geburtstag meines Sohnes. Der erste Geburtstag hatte irgendwie etwas ganz besonderes. Damit war das Babyalter endgültig vorbei und das Kleinkindalter eingeleitet. Was im ersten Lebensjahr alles passiert ist, ist mehr als nur ein Wunder. Angefangen bei der Geburt bis hin zu einem kleinen Menschen mit eigenem Willen und den vielen kleinen und großen Dingen, die dieser kleine Mann in seinem ersten Jahr erlebt und gelernt hat (Brabbeln, Zähne bekommen, robben, Poporutschen, das erste Mal richtiges Essen). Mein Mann sagte irgendwann mal: „das ist gar keine Puppe, das ist ein richtiger kleiner Mensch“. Und ja was soll ich sagen, so ist es!

Im Februar ging es recht spannend weiter.

Unser kleiner Mann lernte doch tatsächlich noch das Krabbeln! Wie sein Papa auch schon, ist er nicht gekrabbelt, sondern hat sich sitzend auf dem Popo fortbewegt. Und da das nicht der „Standard“ ist, durften wir zur Physiotherapie gehen. Laut unserer Physiotherapeutin ist es wohl so gut wie unmöglich Poporutscher zum Krabbeln zu bewegen. Klein Emil hat es jedenfalls gelernt und machte fortan beides, bevorzugt jedoch natürlich den Poporutscher. Und ich habe wieder einmal gelernt mich von Ärzten und ihren Standards nicht verrückt machen zu lassen.

März: der Lockdown und unser Garten im Jahresrückblick 2020

Der März war für viele ein sehr turbulenter Monat, geprägt vom Ausnahmezustand. Kitaschließungen, Home Schooling und gleichzeitig Home Office. Für uns änderte sich zum Glück noch nicht allzu viel. Ich war immer noch in Elternzeit, unser kleiner Mann es noch nicht gewohnt jeden Tag mehrere Stunden mit anderen Kindern zu spielen. Lediglich mein Mann und die Tatsache, dass er nun im Home Office arbeitete, brachte unseren Alltag ein wenig durcheinander. Der Hype auf haltbare Lebensmittel und Toilettenpapier brach aus.

Toilettenpapier mit BlümchenWir hatten unsere Vorräte zum Glück schon einige Wochen (!) zuvor aufgefüllt und wurden immer noch mit der Biokiste beliefert. Außerdem widmeten wir uns unserem hinteren Garten. Dort starteten wir von 0 auf 100. Legten einen Plan an, besorgten Pflanzen und begannen das Loch für Emil´s naturnahe Sandkiste zu buddeln.

April, April

Es hätte auch ein Aprilscherz sein können. Nicht nur das Toilettenpapier war in diesen Monaten heiß begehrt, sondern auch der Spielsand! Dieser war nämlich ebenso schnell ausverkauft, wie andernorts das Klopapier. Wir hatten dennoch Glück und bekamen noch die benötigten Säcke, um die naturnahe Sandkiste fertigzustellen.

Naturnahe Sandkiste im Familiengarten

Klein Emil wurde zum großen Gartenentdecker und lernte seine Leidenschaft für Gießkannen kennen und lieben. Versuchte sich außerdem kurzzeitig im Bärengang. Außerdem machten wir den ersten Besuch im Zoo. Trotz Corona ein bisschen Alltag, was für eine Erleichterung!

Mai: in großen Schritten geht es voran.

Nicht nur im Garten ging es mit großen Projekten (dem Anlegen unserer Kiesterrasse) weiter, sondern auch bei klein Emil. Im Mai lernte er nämlich das Laufen. Auf einmal machte er die ersten drei Schritte und lief abwechselnd zwischen meinem Mann und mir hin und her. Und am Ende sauste er freudestrahlend durch das ganze Wohnzimmer. Ein großartiger Moment, den ich wahrscheinlich nie vergessen werde.

Die Sommermonate: Juni, Juli und August im Jahresrückblick 2020.

Wir haben recht entspannte Sommertage verbracht und waren viel im Garten. Klein Emil bekam ein Pucky Wutsch und war nicht mehr aufzuhalten. Im August haben wir Zuwachs bekommen. Piet und Henry – unsere beiden kleinen Katzen – sind eingezogen. Zeitgleich hatten wir Besuch von der Familie aus dem Süden. Das Haus war voll und wir genossen die willkommene Abwechslung.

Bei dem tierischen Zuwachs blieb es jedoch nicht. Denn im August hielten wir auch den positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ein Geschwisterchen für Emil. 🙂 Ich bin das zweite Mal schwanger trotz Endometriose! Ein weiteres Wunder ist unterwegs!

Außerdem startete noch Emils Eingewöhnung bei der Tagesmutter und als wäre das alles noch nicht genug, wurde auch noch unsere Garage abgerissen (in die leider kein Auto gepasst hat).

September und Oktober: meine Elternzeit geht zu Ende

Irgendein Handwerker sagte mal zu uns: „vor schön kommt hässlich“. Dieser Spruch begleitet uns nun seit 2018 und passt auch zum Jahresrückblick 2020. Nachdem die Garage nun weg und ein Gehweg zum Haus kaum noch vorhanden war, folgte der schöne Part. Die Auffahrt und der Gehweg wurden neu gemacht. Wir beschäftigten uns wieder einmal mit der Gartenplanung, dieses Mal mit dem Pflanzplan für den Vorgarten bzw. der Gestaltung rund um den Gehweg.

Klein Emil hat eine Kinderküche bekommen (Spontankauf über Kleinanzeigen) und bespielt sie bis heute fleißig. Und wir haben im Oktober erfahren, dass er eine kleine Schwester bekommt.

Für mich heißt es wieder arbeiten gehen. Mit gemischten Gefühlen. Aufgrund der Schwangerschaft und Corona darf ich nicht im Großraumbüro (die immer noch voll sind) sitzen. Home Office wird mir nicht genehmigt, obwohl es technisch kein Problem wäre. Für mich bedeutet dies kein eigener Arbeitsplatz, stattdessen muss ich jeden Tag in ein anderes freies Einzelbüro ziehen (natürlich mit Sack und Pack und einem Laptop von anno dazumal, der für sich allein schon 6 kg wiegt). Meine Freude darüber hält sich – verständlicherweise – in Grenzen.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu  – November und Dezember.

Nachdem ich in den ersten Wochen meine zweite Schwangerschaft wirklich fast vergessen hatte (was ich mir vorher nie vorstellen konnte) plagt mich nun wieder mehr mein Ischias und Rücken. Für mich leider keine unbekannten Probleme (in meiner ersten Schwangerschaft brachten mich Blutungen und extreme Schmerzen mehrmals ins Krankenhaus). Zunehmend merke ich, dass mir das Tragen von schweren Dingen immer schwerer fällt und ich kaum noch lange sitzen kann (außer im Auto mit eingeschalteter Sitzheizung).

Leider wird mir immer noch kein Home Office genehmigt. Mein Arbeitgeber interessiert sich leider nicht so für den Gesundheitsschutz seiner MitarbeiterInnen. Stattdessen höre ich immer neue Ausreden (kein Home Office wenn man weniger als 50% arbeitet, kein Home Office, weil ich so frisch aus der Elternzeit zurück bin (aber der ganz neue Kollege, der bekommt Home Office)). Naja was soll´s…

Im Dezember war es nun schließlich so schlimm mit den Schmerzen und mir unmöglich zu sitzen, dass ich nun erstmal wieder krankgeschrieben bin. Solange ich in Bewegung bleibe oder liege ist es ok. Mal schauen, wie es dann im neuen Jahr weitergeht.

So richtig erholen war jedenfalls nicht möglich. Dank dem erneuten Lockdown ist Emil zuhause. Termine für die Physiotherapie (für mich) waren leider auch nicht mehr zu bekommen. An dieser Stelle: danke an den Lockdown. Laut Aussagen einer Physiopraxis (von insgesamt sieben die ich angerufen hatte) holen sich die Leute nun alle Überweisungen zur Physio statt zur Wellnessanwendung zu gehen (was ja derzeit nicht möglich ist).

Nachdem ich jedenfalls den ersten Schock überwunden hatte, fleißig bei meiner Cranio Sacral Therapeutin war und die Wärmflasche wieder mein treuer Begleiter wurde, fasste ich neue Motivation. Die (Kinder-) Wärmflasche passt übrigens prima in die Umstandshosen und wärmt dort wunderbar den Ischias.

Für Emil sammelte ich noch schnell ein paar Spielideen und anschließend konzentrierte ich mich auf das bevorstehende Weihnachtsfest (und meinen Rücken). Letzteres fiel bei uns recht besinnlich und ruhig aus. Der Tannenbaum zog bereits nadelnd ein und wurde entweder von den Katzen oder von klein Emil in regelmäßigen Abständen (zumindest an den unteren Ästen) ab dekoriert.

Mein Jahresrückblick 2020

Heilig Abend machten mein Mann und meine Mutter Gans. Ich kochte den Rotkohl und machte Bratäpfel. Das Highlight war dann schließlich das Tigerenten-Schaukeltier zur Bescherung. Unser kleiner Mann steuerte geradewegs drauf zu und war den restlichen Abend nicht mehr runterzubekommen. Am liebsten hätte er sie mit ins Bett genommen, wir konnten ihn dann jedoch überzeugen, dass das gute Stück dafür doch etwas zu groß und zu schwer ist.

Jahresrückblick 2020- Weihnachten Tigerente

Der Tannenbaum durfte am 27. Dezember nadelnd wieder ausziehen und mein Mann lebte seinen Putzfimmel aus, während ich wieder einmal mit Wärmflasche im Rücken durchs Haus schlich und nebenbei versuchte so gut es geht mit klein Emil zu spielen.

Jetzt kommt nur noch Silvester und dann haben wir auch dieses Jahr geschafft 🙂

Das war mein Jahresrückblick 2020

Dieses Jahr war außergewöhnlich, bemerkenswert und einfach verdammt verrückt. Mir hat es wieder einmal gezeigt, das die wichtigen Dinge im Leben häufig nichts mit materiellen Dingen zu tun haben. Mein kleiner Mann zeigt es mir jeden Tag aufs neue. Wenn er mich mit seinen großen Kulleraugen anstrahlt, sich über die vielen kleinen Dingen im Alltag freut. Egal ob es ein leuchtender Stern am Fenster oder einfach eine Runde toben mit Mama und Papa ist.

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