Unsere naturnahe Sandkiste – ein DIY in 3 einfachen Schritten.

Naturnahe Sandkiste im Familiengarten
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Mein Wunsch für Emil war schon lange eine naturnahe Sandkiste oder auch bodennahe Natur Sandkiste genannt. Für mich ist eine naturnahe Sandkiste ein kleines Kinderparadies, dass ein bisschen an Strand erinnert und in einem kinderfreundlichen Garten nicht fehlen darf. Ein Ort an dem der kleine Mann frei spielen, buddeln und entdecken kann. Ein muss also für jeden Familiengarten!

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Der Standort

Da unser Haus relativ mittig auf dem Grundstück steht, haben wir quasi zwei Gärten. Ein Gartenteil nach vorne Richtung Süden und ein weiterer Teil hinter dem Haus, im Norden gelegen.

Vorne ist es im Sommer kaum auszuhalten. Im Atrium staut sich die Mittagshitze und gefühlt werden so schnell über 30 Grad und mehr erreicht. Daher stand für mich fest, dass ich die naturnahe Sandkiste im hinteren Gartenteil haben möchte. Hier kommt die Sonne erst nach dem Mittag hin und so ist es im Sommer wunderbar auszuhalten.

Die hintere Terrasse liegt geschützt im Schatten. Die Blickachse der naturnahen Sandkiste geht über den Rasen, die Terrasse, durch den Flur, bis in die Küche. So habe ich den kleinen Mann auch im Blick, wenn ich in der Küche am kochen bin.

Das wird benötigt:

  • Spaten
  • Sandkastenvlies* (Unkrautvlies)
  • Erdanker*
  • Spielsand
  • Spielsand Hunde- und Katzenabweisend (optional)
  • Sandkasten-Rechner zur Berechnung der Menge an Spielsand
  • Zeit, wir haben ca. 4-5 Stunden benötigt.

So baust du eine naturnahe Sandkiste

Schritt für Schritt Anleitung für eine naturnahe Sandkiste:

Schritt 1: Das Loch buddeln.
Wir haben zunächst mit dem Spaten einen Kreis ausgestochen. Dieser muss weder perfekt rund noch besonders schön aussehen. Unserer ist leicht oval geworden.

Unsere Sandkiste hat einen ungefähren Durchmesser von 1,60 Meter. Der Sandkasten wird trichterförmig ausgehoben, um am tiefsten Punkt eine Drainageschicht anzulegen und zudem für die Kleinen unterschiedliche Buddelschichten zu schaffen.

An der tiefsten Stelle ist er ca. 70 cm tief und hat einen ungefähren Durchmesser von 50 cm. Davon werden ca. 20 cm mit Schotter oder Splitt aufgefüllt, damit dort später das Wasser versickern kann. Die nächste Ebene misst dann ca. 40 cm bei einem ungefähren Durchmesser von 1,20 Meter und die letzte 10 cm mit einem Durchmesser von 1,60 Metern.

Schritt 2: Splitt als Drainage einfüllen, Vlies auslegen und befestigen
Als nächstes wird in das tiefste Loch der Splitt oder Schotter eingefüllt. Anschließend kann das Unkrautvlies in der Sandkiste ausgelegt und mit Hilfe der Erdanker befestigt werden.

Natur Sandkiste anlegen

Unser Grundstück ist voll von Steinen und Findlingen, die wir für die Sandkiste als Umrandung verwenden wollten. Ursprünglich wollte ich die Sandkiste vollständig mit Steinen umranden. Ein wenig Sorge hatte ich jedoch, dass der kleine Mann sich dort schneller den Kopf stoßen könnte.

Während des Bauens habe ich mich dann spontan dazu entschieden nur den hinteren Bereich mit Steinen einzurahmen. Der gesamte vordere Bereich ist somit auf einer Höhe mit dem (zukünftigen, derzeit noch nicht vorhandenen 🙂 ) Rasen. Der Ein-und Ausstieg ist dadurch gleich etwas sicherer. Ausserdem haben wir darauf geachtet, dass sich keine giftigen Pflanzen im Familiengarten und in der Nähe der Sandkiste befinden.

Unkrautvlies für SandkisteSchritt 3: Mit Spielsand befüllen
Der wahrscheinlich schönste Moment beim Bau einer Sandkiste 🙂 Endlich darf der Spielsand in das Loch!

natur Sandkiste mit Spielsand befüllen

Im Netz sind einige Informationen zu finden, dass Sand beim Baustoffhandel günstiger sein soll. Dort hatte ich angefragt und festgestellt, dass der Sand dort nicht günstiger ist, als der  Spielsand im Baumarkt.

Wir haben daher den Spielsand aus dem Baumarkt geholt. Dieser war sogar für 1,99 € pro 25 kg Sack im Angebot (statt 2,49€). In unserer Nachbarschaft gibt es einige Katzen und wir möchten nicht, dass diese unsere Sandkiste als Toilette benutzen.

Daher haben wir für die oberste Schicht einige Säcke Katzen- und Hundeabweisenden Spielsand (3,95 € pro 25 kg Sack) gekauft. Mal schauen, ob dieser wirklich funktioniert. Duften tut dieser auf jeden Fall sehr ordentlich.

Unterschätz haben wir die benötigte Menge an Sand. Für die Berechnung der Menge habe ich diesen Sandkasten-Rechner verwendet. Das Ergebnis war 24 Säcke. Uns kam das wahnsinnig viel vor….daher haben wir zunächst nur 19 Säcke (475 kg Sand!!!) gekauft.

Sandmenge einer bodennahen natur Sandkiste

Wie ihr sehen könnt, passen dort noch mindestens 2-4 Säcke hinein. Dann wäre das Unkrautvlies vollständig verdeckt und die Steine würden noch etwas tiefer im Sand liegen. An der hinteren Seite zur Mauer hin werden wir noch eine weitere Steinreihe hinlegen.

Dem kleinen Mann ist dies allerdings egal. Emil hat seine Sandkiste bereits während des Baus erkundet und sich am Ende über seine neue fertige Sandkiste gefreut. Die Beete daneben fand er auch sehr spannend 🙂

Umrandet haben wir die Sandkiste zu den Beeten hin mit Ziergräsern (Reitgras Karl Förster* und Rutenhirse Sangria*). Diese werden 1,00-1,50 Meter hoch und bieten durch die Höhe einen schönen natürlichen Sonnenschutz.

fertige naturnahe Sandkiste DIY

Das Spielzeug (Eimer-Set* und Kipplaster*) auf dem Bild ist übrigens aus Zuckerrohr (Bio-Kunststoff). Ich mag die dezenten, natürlichen Farben. Es ist sehr hochwertig und wurde bereits im Haus fleißig bespielt.

Du möchtest noch mehr Tipps zur Gestaltung eines kinderfreundlichen Familiengartens? Dann schau mal hier vorbei: Den Garten für Kinder gestalten – mit diesen 9 Tipps gelingt es dir!

naturnahe, bodennahe Sandkiste im Familiengarten

cshow

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4 Kommentare

  1. Hallo Bea, vielen Dank für die tollen Einblicke in euren Sandkastenbau! Bei uns kostet die Tonne Sand beim Kieswerk 9 – 18€ – umgerechnet auf einen 25kg-Sack wären das dann weniger als 45Cent. Ich denke, du hast dich da beim Nahschauen vertan… oder den falschen Anbieter erwischt. Also, wer das liest, besser beim Kieswerk vor Ort nochmal nachschauen! Grüße!

  2. Emil steht Kopf

    Hallo Tina,
    ich habe mich leider nicht vertan. In unserem Fall hatte ich Angebote vorliegen und diese waren inklusive Anlieferungsgebühr teurer, als der Sand im Baumarkt. Wir hatten damals leider nicht die Möglichkeit ein BigBag oder ähnliches zu transportieren. Außerdem wollte ich auch gerne sehr feinen Sand (wie am Strand 😉 ) haben.
    Liebe Grüße
    Bea

  3. Isabell Schliemann

    Hallo Bea, was für eine schöne Idee! Wer braucht schon häßliche Sandkisten… Eine Frage dazu, um den Aufwand möglichst gering zu halten: ist eine Drainage aus Splitt tatsächlich notwendig? Die gemeine Sandkiste wird ja normalerweise auch nur auf den Rasen gestellt und mit Unkrautvlies ausgelegt. Hattet ihr Sorge, dass das Regenwasser nicht vernünftig abfließt?
    Vielen Dank nochmal für diese tolle Idee!
    Isabella

  4. Emil steht Kopf

    Hallo Isabella,
    es kommt sicherlich auch auf die Bodenverhältnisse bei euch an.

    Ja, wir hatten sorge, dass das Wasser nur schlecht abfließt, da wir recht lehmigen Boden haben. Z.B ist bei Regen der Rasen schnell matschig. Damit das in der Sandkiste nicht so schnell passiert, haben wir die kleine Drainage mit eingebaut. So aufwendig war diese gar nicht. Es musste ja lediglich ein wenig Splitt in die tiefste Stelle geschüttet werden. Das Loch dafür war ca. 50 cm im Durchmesser und ca. 10 cm hoch.

    Liebe Grüße
    Bea

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