Kliniktasche für die ambulante Geburt – ich packe meine Tasche…

Kliniktasche für die ambulante Geburt packen und was sonst noch zu beachten ist

Was kommt mit in die Klinik? Vor der Frage stehen sicherlich viele werdende Mütter und gerade seit dem letzten Jahr möchte wahrlich niemand mehr länger als nötig in der Klinik bleiben. Die Hebammen im Geburtshaus oder für eine Hausgeburt erleben einen wahrhaftigen run. Für eine Geburt im Geburtshaus bzw. Hausgeburt war auch ich leider schon zu spät dran. Aus diesem Grund plane ich nun eine ambulante Geburt. Doch was muss in eine Kliniktasche für die ambulante Geburt? Und was heißt eigentlich ambulante Geburt?

Was bedeutet ambulante Geburt?

Im Normalfall bedeutet eine ambulante Geburt, dass der Nachhauseweg ca. sechs Stunden nach der Geburt angetreten werden kann. Wie auch bei der stationären Geburt bleiben Mutter und Kind zwei Stunden nach der Geburt im Kreißsaal und werden anschließend für vier weitere Stunden auf die Wöchnerinnenstation verlegt (so wird es zumindest in dem Krankenhaus gehandhabt, in dem ich plane zu entbinden). Sollte dann alles in Ordnung sein, geht es schließlich nach ca. sechs Stunden nach Hause.

Natürlich ist nicht immer alles planbar und es kann auch immer ein längerer Aufenthalt notwendig werden. Und wenn es nicht „nach Plan“ läuft? Zum Beispiel bei einer PDA oder wenn die Blutzuckerwerte bei dem Kind nicht so gut sind? Dann heißt es bleiben, für mindestens 24 Stunden oder länger. So kann dann aus einer geplanten „ambulanten“, eine „stationäre“ Geburt werden…

Was ist der größte Unterschied zwischen der Kliniktasche für die ambulante Geburt und der für eine stationäre Geburt?

Für mich ist der größte Unterschied, dass ich die Kleidung für das Baby und den Maxi Cosy sofort mitnehme. Damals bei meinem Sohn hatte ich einen Extrabeutel mit Kleidung und Decke in den Maxi Cosy gelegt. Das Gesamtpaket brachte dann mein Mann erst mit ins Krankenhaus, als er uns nach Hause abholte.

Anzeige

Dieses Mal liegt der Beutel mit der Kleidung für das Baby bereits in der Kliniktasche und der Maxi Cosy inklusive Decke wartet bereits auf seinen Einsatz im Auto. Die Größenfrage empfinde ich nach wie vor als schwierig. Mein kleiner Mann hatte damals genau 50 cm und die Größe 56 war viel zu groß. Dieses Mal habe ich mich daher dazu entschieden eher die kleinste Größe 50 einzupacken. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen möchtet, packt am besten zwei Größen bzw. die Doppelgröße ein.

Checkliste für das Baby (Größe 50/56):

  • Body
  • Langarmshirt
  • Strampler / Einteiler
  • Socken
  • Wollsocken
  • Wolloverall
  • Optional: Windeln (bekommt ihr auch in der Klinik)

Außerdem packe ich natürlich für mich etwas weniger Kleidung ein, da ich ja nicht plane, lange im Krankenhaus zu bleiben.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da hierfür unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend sind. Solltet ihr nicht verheiratet sein, würde ich euch empfehlen das gemeinsame Sorgerecht und die Vaterschaftsanerkennung im Voraus beim Jugendamt zu regeln und von beiden eine Kopie mit in die Klinik zu nehmen (das war bei meiner ersten Geburt der Fall). Außerdem empfehle ich euch vor der Geburt bei der Klinik anzurufen und nachzufragen, ob sie für euch die Anmeldung des Kindes beim Standesamt übernehmen. Viele Kliniken übernehmen dies und können euch dann direkt sagen, welche Unterlagen hierfür ggf. noch benötigt werden.

Ich plane dieses Mal nicht in meiner Heimatstadt zu entbinden (in der wir auch gemeldet sind). Aus diesem Grund benötigte ich zum Beispiel noch beglaubigte Kopien der Geburtsurkunden von mir und meinem Mann sowie von unserer Heiratsurkunde. Und die sind in der derzeitigen Zeit gar nicht so einfach zu bekommen. Der Bürgerservice der Stadt hatte erst wieder Termine in drei Monaten. Mein Weg führte mich daher zu unserem Notar, der mir sie zum Glück unkompliziert und innerhalb eines Tages erstellte und aushändigte.

Seitens der Klinik habe ich eine Mappe zugeschickt bekommen. Hier lagen bereits einige Unterlagen zum Ausfüllen dabei (dann entfällt der Papierkram im Kreißsaal) und eine Checkliste, welche Unterlagen ich noch mitbringen muss (z.B. für die Anmeldung des Kindes beim Standesamt usw.). Ich gehe davon aus, dass jede Klinik dies unterschiedlich handhabt und es auch davon abhängig ist, ob ihr euch für die Geburt im Voraus anmeldet oder einfach hinfahrt, sobald es losgeht.

Meine Kliniktasche für die ambulante Geburt

Die Tasche für das Baby war schnell gepackt, sofern denn die Entscheidung für das erste Outfit nicht so schwer fällt *g*. Mir war Bequemlichkeit und Wärme wichtig. Für mich die Kliniktasche für die ambulante Geburt zu packen war hingegen schon etwas umfangreicher.

Wahrscheinlich habe ich wieder zu viel eingepackt, allerdings möchte ich auch gern für den Fall der Fälle eines eventuell längeren Aufenthaltes als geplant gewappnet sein. Vor der Fahrt nach Hause möchte ich zudem wenigstens die Option haben mich frisch zu machen bzw. vielleicht auch zu duschen. Aus diesem Grund nehme ich dann lieber etwas mehr mit, als zu wenig.

  • Snacks und Smoothies
  • (Wechsel-) Kleidung für den Kreißsaal (Umstandsleggins, langes weites Shirt)
  • Wollsocken (für warme Füße)
  • Schlappen
  • Wechselkleidung für den Mann
  • Ladekabel
  • Kulturbeutel: Zahnbürste, Zahnpasta, Deo, Gesichtscreme, feuchte Einmalwaschlappen (wenn möglich alles in Probengröße, spart Platz 😉 )
  • Stilleinlagen
  • Bequeme Kleidung für den Nachhauseweg (Umstandsjogginghose, T-Shirt, Strickjacke, Still-BH, Still-Top, Socken)
  • Bach Blüten Rescue Tropfen (für Mama und Papa hilfreich), Arnica C30 (bei Geburtsverletzungen)
  • Unterlagen
    • Mutterpass
    • Krankenkassenkarte
    • Personalausweis

Sofern notwendig:

  • Beglaubigte Geburtsurkunden von mir und meinem Mann
  • Beglaubigte Heiratsurkunde (bei nicht verheirateten empfehle ich Kopien der Vaterschaftsanerkennung und des gemeinsamen Sorgerechts)
  • Kopien der Personalausweise von mir und meinem Mann
  • Optional: Mappe mit Unterlagen für die Klinik

Netzhöschen und „Wochenfluss-Einlagen“ gibt es in der Klinik. Wer schon einmal entbunden hat, wird wissen, dass letztere auch kaum in eine normale Panty passen *g*. Insofern kann auf letztere in der Kliniktasche verzichtet werden…

Kliniktasche für die ambulante Geburt packen und was sonst noch zu beachten ist...

Wechselkleidung für den Mann? Dazu gibt es eine kleine Geschichte…

Dieses Mal war ich so nett bzw. hat sogar mein Mann darauf bestanden 🙂 Bei unserer ersten Geburt hatte ich mehr an Ladekabel, Essen und Getränke gedacht (und es wurde auch alles benötigt!). Dafür jedoch weniger an Kleidung.

Mein Schatz hatte sich jedoch bei all der Aufregung vor der Fahrt ins Krankenhaus extra ein Hemd angezogen (der Nachwuchs sollte schließlich gebührend empfangen werden) und es im Kreißsaal schließlich etwas bereut…viel zu warm und unbequem. Das Hemd wurde schnell ausgezogen und er saß dann nur noch im Pulli da (immer noch zu warm)…Daher sind dieses Mal wenigstens ein T-Shirt und Wechselunterwäsche dabei 🙂

Was ist bei einer ambulanten Geburt noch zu berücksichtigen?

In den ersten Lebenstagen nach der Geburt stehen für das Neugeborene noch einige wichtige Termine/ Untersuchungen (U2, Neugeborenen-Screening, Hörtest) an. Diese würden bei einer stationären Geburt noch in der Klinik durchgeführt werden. Solltet ihr nun ambulant entbinden, müssen diese natürlich anders organisiert werden. Die Untersuchungen kann in der Regel der Kinderarzt durchführen oder auch die Hebamme. Am besten holt ihr daher gleich euren Kinderarzt und eure Hebamme mit ins Boot und besprecht gemeinsam den Ablauf und auch den notwendigen Papierkram.

 

Du planst eine stationäre Geburt und möchtest dennoch nicht so viele unnütze Dinge mit ins Krankenhaus nehmen? Dann schau doch mal bei der minimalistischen Kliniktasche von Moni vorbei.

Anzeige

2 Kommentare

  1. Simone H.

    Bei meinem Fabian war auch eine ambulante Geburt geplant…nachdem er sich dann aber entschieden hat, kopfüber auf die Welt zu kommen und davon sogar leider einige Schäden mitgenommen hat, musstne wir spontan umplanen und doch einige Nächte im Krankenhaus verbringen! So gut hat mein Mann noch nie eine Tasche für mich gepackt wie damals! Zum Glück ist bei dir damals alles gut gegangen! Ich liebe meinen Sohn mehr als alles andere in meinem Leben, aber eine normale Geburt ohne schwerwiegende Folgen hätte mir das Leben doch sehr erleichtert…Nun kommen auf uns ständig weitere Kosten für Rollstuhl, Arztbesuche etc zu. Zumindest für die Treppen konnten wir nun einen guten Treppenliftanbieter finden, der uns trotz der ungewöhnlichen Form unseres Hauses unterstützen konnte. Einen Umzug hätten wir finanziell nicht auch noch geschafft…Aber zu viel der negativen Stimmung, ich wollte noch sagen, dass ich deinen Blog echt toll finde und deine DIY Ideen meine kreativen Adern schon häufig wieder geweckt haben, weiter so! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.