Kliniktasche für die ambulante Geburt & 2 ultimative Checklisten für dich und dein Baby!

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Was kommt mit in die Kliniktasche für eine ambulante Geburt? Vor der Frage stehen sicherlich viele werdende Mütter und gerade seit dem Jahr 2020 möchte wahrlich niemand mehr länger als nötig in der Klinik bleiben.

Die Hebammen im Geburtshaus oder für eine Hausgeburt haben einen wahrhaftigen run erlebt. Für eine Geburt im Geburtshaus bzw. Hausgeburt war ich leider schon zu spät dran. Aus diesem Grund hatte ich eine ambulante Geburt geplant und zum Glück hat auch alles so geklappt, wie ich es mir ausgemalt habe.

Doch, halt!

Eine Ausnahme gab es.

Ich hatte immer noch zu viel in meiner Kliniktasche für die ambulante Geburt!

Damit dir das nicht auch passiert, gebe ich dir heute meine Tipps und Erfahrungen weiter. Ausserdem erkläre ich dir, was überhaupt eine ambulante Geburt bedeutet. Und zu guter letzt bekommst du von mir zwei Checklisten zum ausdrucken 🙂

Was bedeutet ambulante Geburt?

Im Normalfall bedeutet eine ambulante Geburt, dass der Nachhauseweg ca. sechs Stunden nach der Geburt angetreten werden kann. Wie auch bei der stationären Geburt bleiben Mutter und Kind zwei Stunden nach der Geburt im Kreißsaal und werden anschließend für vier weitere Stunden auf die Wöchnerinnenstation verlegt.

So wurde es zumindest in dem Krankenhaus gehandhabt, in dem ich entbunden habe. Wenn dann alles in Ordnung ist, geht es schließlich nach ca. sechs Stunden nach Hause. Bei mir hat es leider etwas länger gedauert, da wir noch auf den Kinderarzt und die U1 gewartet hatten.

Meine Tochter wurde um 03:16 Uhr geboren, gegen 06 Uhr wurden wir auf die Wöchnerinnenstation verlegt, da der Kreißsaal benötigt wurde. Wäre der Kinderarzt schon da gewesen, hätten wir direkt nach Hause gehen können. So konnten wir erst gegen 13 Uhr endlich nach Hause gehen.

Natürlich ist nicht immer alles planbar und es kann auch immer ein längerer Aufenthalt notwendig werden. Und wenn es nicht „nach Plan“ läuft? Zum Beispiel bei einer PDA oder wenn die Blutzuckerwerte bei dem Kind nicht so gut sind?

Dann heißt es bleiben, für mindestens 24 Stunden oder länger. So kann dann aus einer geplanten „ambulanten“, eine „stationäre“ Geburt werden…

Was ist der Unterschied zwischen der Kliniktasche für die ambulante Geburt und der für eine stationäre Geburt?

Für mich ist der größte Unterschied, dass ich die Kleidung für das Baby und den Maxi Cosy bei einer ambulanten Geburt sofort mitnehme. Damals bei meinem Sohn hatte ich einen Extrabeutel mit Kleidung und Decke in den Maxi Cosy gelegt. Das Gesamtpaket brachte dann mein Mann erst mit ins Krankenhaus, als er uns nach Hause abholte.

Dieses mal lag der Beutel mit der Kleidung für das Baby bereits in meiner Kliniktasche für die ambulante Geburt. Der Maxi Cosy inklusive Decke wartete bereits auf seinen Einsatz im Auto.

Die Größenfrage empfinde ich nach wie vor als schwierig. Mein kleiner Mann hatte damals genau 50 cm und die Größe 56 war viel zu groß. Dieses Mal habe ich mich daher dazu entschieden eher die kleinste Größe 50 einzupacken. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen möchtet, packt am besten zwei Größen bzw. die Doppelgröße ein.

Checkliste für das Baby (Größe 50/56):
  • Body
  • Langarmshirt
  • Strampler / Einteiler
  • Socken
  • Wollsocken
  • Wolloverall oder etwas der Jahreszeit entsprechendes
  • Optional: Windeln (bekommt ihr auch in der Klinik)

Welche Unterlagen werden für die ambulante Geburt benötigt?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da hierfür unterschiedliche Faktoren ausschlaggebend sind. Solltet ihr nicht verheiratet sein, würde ich euch empfehlen das gemeinsame Sorgerecht und die Vaterschaftsanerkennung im Voraus beim Jugendamt zu regeln und von beiden eine Kopie mit in die Klinik zu nehmen (das war bei meiner ersten Geburt der Fall).

Außerdem empfehle ich euch vor der Geburt bei der Klinik anzurufen und nachzufragen, ob sie für euch die Anmeldung des Kindes beim Standesamt übernehmen. Viele Kliniken übernehmen dies und können euch dann direkt sagen, welche Unterlagen hierfür ggf. noch benötigt werden.

Aufgrund der damaligen C-Auflagen bin ich nicht in das Krankenhaus in unserer Stadt gegangen, habe somit meine Tochter nicht in meiner Heimatstadt zur Welt gebracht (in der wir jedoch gemeldet sind). Aus diesem Grund benötigte ich noch beglaubigte Kopien der Geburtsurkunden von mir und meinem Mann sowie von unserer Heiratsurkunde.

Der Bürgerservice der Stadt hatte erst wieder Termine in drei Monaten (da war meine Tochter schon lange geboren). Mein Weg führte mich daher zu unserem Notar, der mir sie zum Glück unkompliziert und innerhalb eines Tages erstellte und aushändigte.

Seitens der Klinik habe ich eine Mappe zugeschickt bekommen. Hier lagen bereits einige Unterlagen zum Ausfüllen dabei (dann entfällt der Papierkram im Kreißsaal) und eine Checkliste, welche Unterlagen ich noch mitbringen muss (z.B. für die Anmeldung des Kindes beim Standesamt usw.).

Ich gehe davon aus, dass jede Klinik dies unterschiedlich handhabt und es auch davon abhängig ist, ob ihr euch für die ambulante Geburt im Voraus anmeldet oder einfach hinfahrt, sobald es losgeht.

Die Kliniktasche für die ambulante Geburt

Die Tasche für das Baby war schnell gepackt, sofern denn die Entscheidung für das erste Outfit nicht so schwer fällt *g*. Mir war Bequemlichkeit und Wärme (es war März) wichtig. Für mich die Kliniktasche für die ambulante Geburt zu packen war hingegen schon etwas umfangreicher.

Ich hatte wieder zu viel eingepackt. Denn ich wollte für den Fall der Fälle eines eventuell längeren Aufenthaltes alles dabei haben. Es macht jedoch mehr Sinn, sich dafür eine zweite Tasche zu packen und diese einfach ins Auto zu legen und erst zu holen, wenn der Fall wirklich eintritt.

Ich wollte die Möglichkeit haben mich vor der Fahrt nach Hause frisch zu machen bzw. vielleicht auch zu duschen. Aus diesem Grund hatte ich lieber etwas mehr mitgenommen, als zu wenig. Allerdings hatte ich dazu im Krankenhaus gar keine Gelegenheit und habe die Zeit lieber genutzt um mit meiner Tochter zu kuscheln.

Daher hier jetzt die minimalistische Kliniktasche für die ambulante Geburt. Diese beinhaltet sowohl Wechselkleidung, als auch Kleidung für die Fahrt nach Hause (und vergesst nicht, dass ihr auch noch auf der Hinfahrt Kleidung tragt, die mit Glück nicht dreckig wird 😉 ).

Checkliste für dich (und den werdenden Papa 😉 ):
  • 2- 3 Leggings oder Umstandsjogginghosen
  • 2 bequeme, längere T-Shirts
  • 1 Still-BH
  • 1 Still-Top
  • 1-2 bequeme Strickjacken
  • 2 paar Socken
  • Wollsocken (für warme Füße)
  • Schlappen
  • Wechselkleidung für den Mann (T-Shirt, Unterwäsche, ggf. Hose, Socken)
  • Kulturbeutel: Zahnbürste, Zahnpasta, Deo, Gesichtscreme, feuchte Einmalwaschlappen (wenn möglich alles in Probengröße, spart Platz 😉 )
  • 1-2 Handtücher* (Mikrofaser ist leicht, klein und trocknet schnell 🙂 )
  • Stilleinlagen*
  • Ladekabel
  • Snacks und Smoothies
  • Bach Blüten Rescue Tropfen* (für Mama und Papa hilfreich), Arnica C30* (bei Geburtsverletzungen)
  • Unterlagen
    • Mutterpass
    • Krankenkassenkarte
    • Personalausweis

Und hier kannst du dir die Checkliste für dich und dein Baby runterladen.

Sofern notwendig:

  • Beglaubigte Geburtsurkunden von dir und deinem Mann
  • Beglaubigte Heiratsurkunde (bei nicht verheirateten empfehle ich Kopien der Vaterschaftsanerkennung und des gemeinsamen Sorgerechts)
  • Kopien der Personalausweise von dir und deinem Mann
  • Optional: Mappe mit Unterlagen für die Klinik

Netzhöschen und „Wochenfluss-Einlagen“ gibt es in der Klinik. Wer schon einmal entbunden hat, wird wissen, dass letztere auch kaum in eine normale Panty passen *g*. Insofern kann auf letztere in der Kliniktasche verzichtet werden…

Gehört in die Kliniktasche für die ambulante Geburt auch Wechselkleidung für den Mann? Dazu gibt es eine kleine Geschichte…

Dieses Mal war ich so nett bzw. hat sogar mein Mann darauf bestanden 🙂 Bei unserer ersten Geburt hatte ich mehr an Ladekabel, Essen und Getränke gedacht (und es wurde auch alles benötigt!). Dafür jedoch weniger an Kleidung.

Mein Schatz hatte sich jedoch bei all der Aufregung vor der Fahrt ins Krankenhaus extra ein Hemd angezogen (der Nachwuchs sollte schließlich gebührend empfangen werden) und es im Kreißsaal schließlich etwas bereut…viel zu warm und unbequem.

Das Hemd wurde schnell ausgezogen und er saß dann nur noch im Pulli da (immer noch zu warm)…Daher waren in meiner Kliniktasche für die ambulante Geburt dieses mal auch ein T-Shirt und Wechselunterwäsche für meinen Mann dabei 🙂

Was ist bei einer ambulanten Geburt noch zu berücksichtigen?

In den ersten Lebenstagen nach der Geburt stehen für das Neugeborene noch einige wichtige Termine/ Untersuchungen (U2, Neugeborenen-Screening, Hörtest) an. Diese würden bei einer stationären Geburt noch in der Klinik durchgeführt werden. Solltet ihr nun ambulant entbinden, müssen diese natürlich anders organisiert werden.

Die Untersuchungen kann in der Regel der Kinderarzt durchführen oder auch die Hebamme. Am besten holt ihr daher gleich euren Kinderarzt und eure Hebamme mit ins Boot und besprecht gemeinsam den Ablauf und auch den notwendigen Papierkram.

Achte auch auf Urlaube. Mein Kinderarzt war natürlich im Urlaub, weshalb ich schließlich für die U2 bei einer Vertretung war.

Wann solltest du die Kliniktasche packen?

Eine interessante Frage: wann solltest du die Kliniktasche packen? Gelesen dazu habe ich schon einiges. Einige packen ihre Tasche erst kurz vor dem errechneten Geburtstermin. Andere wiederum packen ihre Kliniktasche bereits Monate zuvor.

Es gibt wohl kein richtig und kein falsch. Sondern viel mehr, wann es sich für dich gut und richtig anfühlt.

In meiner ersten Schwangerschaft, hatte ich nach meinem ersten Klinikaufenthalt in SSW 25, stets eine gepackte Kliniktasche stehen. Diese kam leider noch zwei weitere Male vor der eigentlichen Geburt zum Einsatz. Mein Sohn kam fast drei Wochen früher und meine Tochter ebenfalls noch zwei Wochen früher.

Ich würde die Kliniktasche daher spätestens sechs Wochen vor dem errechneten Termin packen. Lieber zu früh die Kliniktasche fertig gepackt stehen haben, als ohne eine Tasche in die Klinik zu fahren.

 

Du planst eine stationäre Geburt und möchtest dennoch nicht so viele unnütze Dinge mit ins Krankenhaus nehmen? Dann schau doch mal bei der minimalistischen Kliniktasche von Moni vorbei.

Mein Plan für die ambulante Geburt ging zum Glück auf. Das erste Kennenlernen zwischen Emil und Lotta lief allerdings etwas anders als geplant 🙂

Liebe Grüße

Bea

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2 Kommentare

  1. Simone H.

    Bei meinem Fabian war auch eine ambulante Geburt geplant…nachdem er sich dann aber entschieden hat, kopfüber auf die Welt zu kommen und davon sogar leider einige Schäden mitgenommen hat, musstne wir spontan umplanen und doch einige Nächte im Krankenhaus verbringen! So gut hat mein Mann noch nie eine Tasche für mich gepackt wie damals! Zum Glück ist bei dir damals alles gut gegangen! Ich liebe meinen Sohn mehr als alles andere in meinem Leben, aber eine normale Geburt ohne schwerwiegende Folgen hätte mir das Leben doch sehr erleichtert…Nun kommen auf uns ständig weitere Kosten für Rollstuhl, Arztbesuche etc zu. Zumindest für die Treppen konnten wir nun einen guten Treppenliftanbieter finden, der uns trotz der ungewöhnlichen Form unseres Hauses unterstützen konnte. Einen Umzug hätten wir finanziell nicht auch noch geschafft…Aber zu viel der negativen Stimmung, ich wollte noch sagen, dass ich deinen Blog echt toll finde und deine DIY Ideen meine kreativen Adern schon häufig wieder geweckt haben, weiter so! 🙂

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